Kultur
Kartenspiele im Werk von Cervantes




Miguel de Cervantes erwähnt Spielkarten in mehreren Werken, besonders anschaulich in Rinconete y Cortadillo aus seinen Novelas ejemplares (Exemplarischen Novellen). Darin begegnen sich zwei junge Schelme in einem Gasthaus, spielen Karten und prahlen mit ihren Tricks, bevor sie in die Unterwelt von Seville eintauchen.
Rinconete y Cortadillo
Einer der Protagonisten trägt immer ein Kartenspiel bei sich und betrachtet das Kartenspielen fast als sein Handwerk. Er erzählt, dass sein Vater Ablasshändler war und dass er gelernt hat, beim Kartenspiel zu betrügen. Der Roman nennt Spiele aus jener Zeit wie primera, quínolas oder carteta. Genauer schauen wir uns das im Beitrag Die Kartenspiele in Rinconete y Cortadillo an.
In Don Quijote
Auch in Don Quijote kommen Spielkarten vor: in Sprichwörtern, Vergleichen und Szenen in Gasthäusern, in denen Karten gespielt wird. Cervantes kannte dieses Milieu sehr gut. Und das Buch hat ganze Kartenspiele inspiriert, wie wir im Beitrag Don Quijote in einem Kartenspiel erzählen.
Warum ist das wichtig?
Denn diese Werke geben uns einen Einblick darin, wie die Menschen im Siglo de Oro (dem Goldenen Zeitalter Spaniens) spielten. Ohne sie wüssten wir viel weniger über die Falschspieler und die Freizeitgestaltung jener Epoche.
Häufige Fragen
In welchem Werk schreibt Cervantes am meisten über Karten?
In „Rinconete y Cortadillo“, einer seiner „Novelas ejemplares“ (Beispielhaften Novellen).
Tauchen Spielkarten im Don Quijote auf?
Ja, es gibt im gesamten Roman mehrere Verweise auf Spielkarten und das Glücksspiel.