Regeln und Begriffe
Was ist eine Partie nach Punkten?






Bei einer Partie nach Punkten werden die Punkte mehrerer Einzelrunden addiert, bis eine vereinbarte Zielzahl erreicht ist. Statt einer einzigen Runde entscheidet also die Gesamtwertung. Wer das Ziel zuerst erreicht, gewinnt – etwa 101 Punkte beim Guiñote (spanisches Stichspiel) oder 40 Zählsteine beim Mus (baskisches Kartenspiel).
Einzelrunde, Partie und Spielserie
- Einzelrunde: vom Austeilen bis zum Ausspielen aller Karten.
- Partie oder Punkt: alle Einzelrunden, die nötig sind, um das Ziel zu erreichen.
- Spielserie oder Spiel: in vielen Regionen eine Gruppe von Partien. Zum Beispiel gewinnt die Spielserie, wer drei Punkte holt.
So zählt jedes Spiel
Beim Guiñote spielt man bis 101 Punkte. Erreicht diese Zahl in der ersten Einzelrunde niemand, wird eine weitere Runde gespielt. Bei Cuatrola (spanisches Stichspiel zu viert) bringt jede Einzelrunde einen Punkt, und gespielt wird bis zu einer vereinbarten Punktzahl. Beim Mus zählt man in Zählsteinen und spielt meist bis 40. Beim Chinchón (spanische Rommé-Variante) ist es umgekehrt: Die Punkte der Karten, die auf der Hand bleiben, werden addiert. Wer die Grenze überschreitet, scheidet aus.
Warum nach Punkten spielen?
Weil dadurch die Kartenverteilung weniger ins Gewicht fällt. Ein schlechtes Blatt kann jeder mal haben, aber in einer langen Partie setzt sich am Ende das Können durch. Diesen Gedanken erklären wir in Was ist Zufall eigentlich?.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Einzelrunde und einer Partie?
Eine Einzelrunde umfasst das vollständige Ausspielen einer Kartenverteilung. Eine Partie besteht aus allen Einzelrunden, die nötig sind, um die Zielpunktzahl zu erreichen.
Bis zu wie vielen Punkten spielt man Guiñote?
Normalerweise bis 101 Zählpunkte, um einen Partiepunkt zu gewinnen.