Spanisches Blatt
Was sind die Pintas im spanischen Kartendeck?








Die „Pintas“ sind kleine Unterbrechungen im Kartenrahmen des spanischen Blattes, an denen sich die Farbe schon an einer sichtbaren Ecke erkennen lässt. Bei Oros (Goldmünzen) bleibt der Rahmen durchgehend, Copas (Kelche) haben eine Unterbrechung, Espadas (Schwerter) zwei und Bastos (Keulen) drei.
Wie man sie liest
- Oros (Münzen): Durchgehende Linie ohne Unterbrechungen.
- Copas (Kelche): Eine Unterbrechung.
- Espadas (Schwerter): Zwei Unterbrechungen.
- Bastos (Keulen): Drei Unterbrechungen.
Um es sich zu merken, denkt man am besten an die Reihenfolge, in der die Farben üblicherweise genannt werden: Oros, Copas, Espadas, Bastos. Null, eins, zwei, drei.
Wozu dienen sie?
Um mit fast geschlossener Hand zu spielen. Wenn man die Karten fächerförmig aufschlägt, sieht man nur die Ecke. Dank der Pintas und der Zahl weiß man genau, was man auf der Hand hat, ohne den Mitspielern etwas zu zeigen. Es ist eine praktische Erfindung, die das französische Blatt beispielsweise nicht hat. Tipps zum schnellen Lesen findest du unter Wie man die Farbe einer Karte erkennt, ohne sie ganz zu sehen.
Ein Identitätsmerkmal
Weder das italienische noch das portugiesische Blatt nutzen dieses System, weshalb die Pintas eines der markantesten Merkmale unseres Blattes sind. Wir vergleichen dies in Spanisches, italienisches und portugiesisches Blatt. Und falls du neugierig bist, erklären wir auch, warum die Zahlen in den Ecken stehen.
Häufige Fragen
Welche Kartenfarbe hat keine Unterbrechungen im Rahmen?
Die Oros (Münzen) [Goldmünzen]: Ihr Rahmen besteht aus einer durchgehenden Linie.
Haben alle spanischen Kartendecks Pintas?
Die meisten modernen Decks ja, obwohl einige Sammler- oder Designerkarten darauf verzichten.