Spanische Geschichte und Freizeit
Wie unsere Großeltern sich amüsierten




Unsere Großeltern verbrachten ihre Freizeit mit dem, was gerade zur Hand war: Karten, Domino, Radio, Spaziergängen, Tänzen auf dem Dorfplatz, dem örtlichen Kino und langen Gesprächen vor der Haustür. Diese Unterhaltung war einfach, kostete wenig und fand vor allem in Gesellschaft statt.
Das Radio als Herzstück des Zuhauses
Jahrzehntelang war das Radio die Nummer eins: Hörspielserien, traditionelle Lieder, Sportübertragungen und Quizsendungen. Die Familien versammelten sich um das Gerät, ganz ähnlich wie wir heute gemeinsam eine Fernsehserie schauen.
Draußen in der kühlen Luft sitzen
Im Sommer wurden die Stühle auf die Straße gestellt. Man plauderte bis spät mit den Nachbarn, die Kinder spielten, und irgendwann holte jemand die Spielkarten heraus. So begann ganz spontan so manche Partie Chinchón (ein Rommé-ähnliches Spiel) oder Brisca (ein Stichspiel).
Die Bar und der gesellige Verein
Vor allem für Männer war die Bar der Treffpunkt. Dort spielte man Mus (ein beliebtes Bluffspiel), Tute (ein klassisches Stichspiel) oder Domino. Mehr dazu erzählen wir in unserem Beitrag darüber, warum es in spanischen Bars immer ein Kartenspiel gab.
Volksfeste, Straßenfeste und Kino
Das Ortsfest war das größte Ereignis des Jahres, und ein Kinobesuch mit zwei Filmen hintereinander – belegtes Brot inklusive – war die übliche sonntägliche Auszeit vom Alltag. Heute klingt das nach einer längst vergangenen Zeit, doch diese Gewohnheiten haben ein bestimmtes Verständnis von Freizeit hinterlassen: gemeinsam und ohne Eile.
Was bleibt
Viele dieser Spiele sind bis heute lebendig. In unserem Blog stellen wir auch einige vergessene traditionelle spanische Spiele vor.