Spielkarten
Das spanische Kartenblatt auf den Philippinen




Das spanische Kartenblatt gelangte während der mehr als drei Jahrhunderte spanischer Präsenz auf die Philippinen, vor allem durch den Handel mit Mexiko über die Manila-Galeone. Seine Spuren finden sich noch heute in Spielen wie Panguingue (einem Kombinationskartenspiel), das zur selben Familie wie Conquián (ein Rommé-verwandtes Kartenspiel) gehört, und in einigen Spielbegriffen, die man auf den Inseln noch immer hört.
Die Reise der Karten
Im 18. Jahrhundert stammten die Spielkarten für Amerika und die Philippinen aus einer ganz bestimmten Fabrik: der Königlichen Spielkartenfabrik von Macharaviaya in Málaga, die das Monopol besaß. Die Kartenblätter überquerten den Atlantik, wurden durch Mexiko transportiert und anschließend erneut auf Schiffe verladen, diesmal mit Kurs auf Manila.
Was geblieben ist
Das bekannteste Spiel ist Panguingue, ein Kombinationsspiel, das mit mehreren Kartenblättern mit lateinischen Farben gespielt wird. Mit philippinischen Arbeitern gelangte es nach Hawaii und Kalifornien, wo es noch heute Anhänger hat.
Auch in der Sprache gibt es Spuren: Wörter wie „baraja“ (Kartenblatt) oder die Namen der Kartenfarben lassen sich in mehreren Sprachen des Archipels wiedererkennen.
Und heute?
Wie in weiten Teilen der Welt ist heute auch auf den Philippinen das französische Kartenblatt am weitesten verbreitet. Doch die Geschichte des spanischen Kartenblatts auf den Inseln zeigt einmal mehr, wie weit unsere vier Kartenfarben gereist sind.
Häufige Fragen
Spielt man auf den Philippinen mit dem spanischen Kartenblatt?
Heute überwiegt das französische Kartenblatt, doch das spanische hat Spiele und Wörter hinterlassen, die bis heute erhalten geblieben sind.
Was ist Panguingue?
Panguingue ist ein Kombinationskartenspiel aus der Familie des Conquián (eines Rommé-verwandten Kartenspiels), das auf den Philippinen und auf Hawaii sehr beliebt ist.