Spielpsychologie
Kartenspiele und gesundes Altern




Kartenspiele verbinden Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Rechnen und Geselligkeit. Mehrere Studien bringen solche geistig anregenden und sozialen Aktivitäten mit einem gesünderen Altern in Verbindung. Sie sind kein Heilmittel und garantieren keine positiven Wirkungen, können aber eine angenehme Gewohnheit sein, um geistig aktiv zu bleiben und Zeit mit anderen zu verbringen.
Ein aktiver Geist
Bei einer Partie muss man sich Karten merken, Punkte zusammenzählen und vorausplanen. Das ist geistiges Training, ohne sich danach anzufühlen. Mehr dazu erzählen wir in Kartenspiele und Gedächtnis.
Soziale Kontakte
Einsamkeit ist im Alter ein wichtiger Risikofaktor. Die Kartenrunde im Seniorentreff oder nach dem Essen ist vor allem eines: gemeinsame Zeit. Darum geht es in Wie Spiele Freundschaften stärken.
Routine und ein Ziel
Eine feste Kartenrunde pro Woche gibt Struktur und etwas, auf das man sich freuen kann. Viele ältere Menschen erzählen, dass die Partie der Anlass ist, das Haus zu verlassen.
Was man nicht übertreiben sollte
Die Wissenschaft spricht von Zusammenhängen, nicht von Wunderwirkungen. Kartenspielen ersetzt weder körperliche Bewegung noch medizinische Betreuung. Es ist aber eine gute Ergänzung und macht außerdem Spaß.
Wenn ältere Menschen mit im Haushalt leben, eignen sich Spiele wie Brisca (spanisches Stichspiel) oder Escoba (spanisches Sammelspiel) perfekt für den Einstieg.
Häufige Fragen
Beugt Kartenspielen Alzheimer vor?
Es gibt keine Belege dafür, dass es Alzheimer vorbeugt. Kartenspielen wird mit einem gesünderen Altern in Verbindung gebracht, ist aber kein Heilmittel.
Welche Spiele eignen sich für ältere Menschen?
Je nach Vorlieben Brisca, Escoba, Chinchón (spanische Rommé-Variante) oder Tute (spanisches Stichspiel).