Spanisches Blatt

Warum tragen Sota (Bube), Caballo (Reiter) und Rey (König) die Zahlen 10, 11 und 12?

Sota de Espadas de una baraja de Lascuarenta.esCaballo de Espadas de una baraja de Lascuarenta.esRey de Espadas de una baraja de Lascuarenta.es

Sota (Bube), Caballo (Reiter) und Rey (König) tragen die Zahlen 10, 11 und 12, weil sie im vollständigen spanischen Blatt mit 48 Karten in jeder Farbe auf die Karten von 1 bis 9 folgen. Als das Blatt mit 40 Karten populär wurde, entfernte man die Achten und Neunen. Die Bildkarten behielten jedoch ihre ursprünglichen Nummern.

Die fehlenden Karten

Das Blatt mit 48 Karten gibt es weiterhin. Es wird für Spiele wie Butifarra (Butifarra-Spiel) verwendet. Für Tute (Tute-Spiel), Mus (Mus-Spiel) oder Guiñote (Guiñote-Spiel) nimmt man dagegen die Achten und Neunen heraus. Warum das so ist, erklären wir dir in Warum das spanische Blatt keine 8 und 9 hat.

Nummer ist nicht gleich Punktwert

Ein wichtiges Detail: 10, 11 und 12 geben die Reihenfolge an, nicht den Punktwert. Beim Tute zählt die Sota 2 Punkte, der Caballo 3 und der Rey 4. Bei Escoba (Besen) sind sie dagegen 8, 9 und 10 Punkte wert. Und bei Siete y Media (Siebeneinhalb) jeweils einen halben Punkt.

Eine hilfreiche Merkhilfe

Dieser kleine „Sprung“ sorgt bei vielen Anfängern für Verwirrung, wenn sie ihre Handkarten sortieren. Falls dir das auch passiert, denk daran: Nach der 7 kommt die 10. Weitere interessante Hintergründe findest du unter Was Sota, Caballo und Rey bedeuten.

Häufige Fragen

Ist die Sota 10 Punkte wert?

Das hängt vom Spiel ab. Die 10 ist nur ihre Nummer in der Reihenfolge; beim Tute zählt sie zum Beispiel 2 Punkte.

Gibt es Kartenblätter mit einer Zehn als Zahlenkarte?

Ja, es gibt Kartenblätter mit 52 Karten, die eine Zehn enthalten. Sie sind allerdings wenig verbreitet.