Kurioses
Wer hat das moderne Kartenmischen erfunden?






Für das moderne Kartenmischen ist kein Erfinder bekannt. Bei der ältesten Technik werden kleine Kartenpäckchen von einer Hand in die andere bewegt. Beim sogenannten Wasserfallmischen oder amerikanischen Mischen werden dagegen zwei Hälften des Stapels ineinander verzahnt. Diese Methode wurde im 19. und 20. Jahrhundert durch dünnere und widerstandsfähigere Karten populär, die das Biegen aushielten.
Das Überhandmischen
Du hältst den Stapel in einer Hand und lässt nach und nach kleine Kartenpäckchen in die andere gleiten. Das ist bequem, schont die Karten und wird seit Jahrhunderten in Kneipen und zu Hause gemacht. Der Nachteil: Die Karten werden dabei nur wenig durchmischt, deshalb braucht es viele Durchgänge.
Das Wasserfallmischen
Du teilst den Stapel in zwei Hälften und lässt die Karten abwechselnd ineinanderfallen. Dafür braucht man biegsame Spielkarten. Deshalb verbreitete sich diese Technik, als die Materialien besser wurden. Mehr dazu erzählen wir in der Entwicklung der Spielkartenmaterialien.
Die Mathematik des Kartenmischens
Im 20. Jahrhundert untersuchten Mathematiker wie Persi Diaconis, wie viele Durchgänge beim Wasserfallmischen nötig sind, damit ein französisches Blatt mit 52 Karten gut durchmischt ist: etwa sieben. Das erklären wir in Wie oft muss man Karten mischen?.
Die Mischmaschinen
Casinos und Turnierveranstalter verwenden heute automatische Kartenmischmaschinen. Bei Onlinespielen übernimmt ein Programm das Austeilen und erzeugt dafür zufällige Kartenreihenfolgen. Wenn du das Mischen von Hand lernen möchtest, hilft dir unsere Anleitung zum richtigen Kartenmischen.
Quellen
Häufige Fragen
Welche Mischtechnik mischt die Karten besser?
Das Wasserfallmischen durchmischt die Karten pro Durchgang deutlich stärker als das Überhandmischen.
Wer hat das Kartenmischen erforscht?
Unter anderem der Mathematiker Persi Diaconis, der für das Ergebnis mit den sieben Mischdurchgängen bekannt ist.