Kurioses

Gibt es verfluchte Spielkarten?

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Verfluchte Kartenspiele gibt es zwar nicht wirklich, doch Legenden wie die um das as de picas (Pik-Ass) oder den „Fluch Schottlands“ rund um die nueve de diamantes (Karo-Neun) sind weit verbreitet. In der spanischen Tradition überwiegt der Aberglaube im Alltag, etwa Gewohnheiten rund um Glücksstühle oder den Umgang mit den Karten auf dem Tisch.

Das as de picas

Seine große, dunkle Gestaltung und seine Verwendung in einigen kriegerischen Zusammenhängen des 20. Jahrhunderts machten es im englischsprachigen Raum zum Symbol eines schlechten Vorzeichens. Im französischen Blatt war es in England außerdem die Karte, die den Steuerstempel trug. Deshalb ist sie so reich verziert.

Der „Fluch Schottlands“

Die nueve de diamantes trägt diesen Beinamen seit Jahrhunderten. Über seinen Ursprung gibt es mehrere Theorien, von denen keine bewiesen ist. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Legenden entstehen: Alle erzählen die Geschichte weiter, aber niemand weiß, woher sie kommt.

Aberglaube am spanischen Spieltisch

Viele Spielrunden haben ihre Eigenheiten: Wer gewinnt, wechselt nicht den Stuhl, ein neues Kartenspiel „bringt kein Glück“, bis es zum ersten Mal benutzt wurde, oder mit einer geknickten Karte wird nicht gespielt. Das gehört zur Folklore, wie wir in Warum wir an Glück glauben erklären.

Und das as de oros (Münz-Ass)?

Im spanischen Blatt ist das as de oros (Münzen) die Karte mit der reichsten Geschichte – nicht etwa, weil sie verflucht wäre, sondern weil sie das Markenzeichen des Herstellers trägt. Mehr dazu erzählen wir in Die Geschichte des As de Oros.

Häufige Fragen

Welche Karte gilt als Todeskarte?

In der englischsprachigen Tradition ist es das as de picas (Pik-Ass) des französischen Blatts.

Gibt es verfluchte Karten im spanischen Blatt?

Eine ähnlich weit verbreitete Legende gibt es nicht; üblich ist eher Aberglaube am Spieltisch.