Regeln und Begriffe

Warum zählen treses (Dreien) beim Mus wie Könige?

3 de Oros de una baraja de Lascuarenta.esRey de Oros de una baraja de Lascuarenta.es

Bei Mus a 8 reyes (Mus mit acht Königen), der am weitesten verbreiteten Variante, zählen die vier treses (Dreien) als reyes (Könige). So gibt es acht Könige statt vier. Durch diese Regel kommen häufiger hohe Karten auf die Hand, und die Wertungsrunden grande (höchste Karten) und pares (Paare) werden spannender.

Mehr Könige, mehr Spielspaß

Der König ist die begehrteste Karte beim Mus: Er ist bei der Grande die höchste Karte, bildet starke Paare und zählt beim juego (Punktwert der Hand) 10 Punkte. Mit nur vier Königen wären duples (zwei Paare) aus Königen sehr selten. Mit acht sieht das ganz anders aus. Wie anders? Vier »Könige« zu erhalten, ist mit acht Königen etwa 70-mal wahrscheinlicher als mit vier. Die Zahlen dazu erklären wir im Beitrag über die Wahrscheinlichkeit, alle vier Könige zu erhalten.

Und was ist mit caballo (Reiter) und sota (Bube)?

Sie bleiben Reiter und Bube. Nur die Drei steigt im Rang auf. Im Gegenzug wird die dos (Zwei) herabgestuft: Sie zählt dann wie ein as (Ass). Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag darüber, warum Zweien wie Asse zählen.

Mus a 4 reyes (Mus mit vier Königen)

In manchen Gegenden und einigen Spielvereinen wird mit vier Königen gespielt. Dreien und Zweien zählen dabei als normale Karten. Diese Mus-Variante ist langsamer, und starke Hände kommen seltener vor. Wenn du zum ersten Mal an einem neuen Tisch sitzt, frag einfach: »Mit acht oder mit vier?«.

Häufige Fragen

Sind Dreien in jeder Mus-Partie Könige?

Nein. Bei der Variante mit acht Königen ja; bei der Variante mit vier Königen bleibt die Drei eine normale Drei.

Welche Variante ist am verbreitetsten?

In den meisten Teilen Spaniens spielt man mit acht Königen.