Redewendungen
Spanische Redewendungen aus der Welt der Kartenspiele








Viele alltägliche Redewendungen in Spanien stammen direkt vom Spieltisch. Dazu gehören Ausdrücke, die jemandem die Leviten lesen, gewaltig oder bluffen bedeuten. Wendungen wie Sota (Bube), caballo (Reiter) und rey (König) oder ein as (Ass) im Ärmel haben zeigen, wie stark Spielkarten die spanische Alltagssprache geprägt haben.
Besonders typisch für Spanien
- Die Vierzig ansagen: jemandem unverblümt sagen, was man denkt – also die Leviten lesen. Der Ausdruck stammt aus Tute (einem spanischen Stichspiel) und verwandten Spielen. Der Ursprung.
- Gewaltig: riesig, enorm. Der spanische Ausdruck dafür stammt aus Mus (einem spanischen Bluffspiel). Die Geschichte dahinter.
- Sota, caballo und rey: immer das Gleiche, ohne Überraschungen. Was das bedeutet.
Rund ums Bluffen und Schummeln
- Bluffen: etwas vortäuschen, das man nicht hat. Mehr dazu hier.
- Ein Ass im Ärmel haben: sich ein geheimes Mittel vorbehalten. Mehr dazu hier.
Rund um die Strategie
- Seine Karten gut ausspielen: das Beste aus dem machen, was man hat.
- Eine Karte zurückhalten: sich ein Mittel in Reserve halten.
- Die Karten auf den Tisch legen: Klartext reden.
- Ein gutes Blatt haben: gute Karten oder Geschick haben.
Und noch weitere
Alles auf eine große Ansage setzen, alles auf eine Karte setzen, nicht wissen, für welche Karte man sich entscheiden soll oder Kartenhaus (etwas Zerbrechliches). Der Spieltisch hat seine Spuren in der spanischen Alltagssprache hinterlassen.
Häufige Fragen
Was bedeutet „nicht wissen, für welche Karte man sich entscheiden soll“?
Zwischen mehreren Möglichkeiten schwanken, ohne sich entscheiden zu können.
Was ist ein Kartenhaus?
Etwas Zerbrechliches, das leicht zusammenbrechen kann.